Anlässlich ihres Auftritts beim Pop-Kultur Festival am 23.08. in der Berliner Kulturbrauerei, hat das Festival die Newcomerin aus Frankreich zu ihrer Musik befragt. Lest hier das Interview!

 

Mit 17 hast du das Duo “Most Agadn’t” gegründet. Kannst du uns deine Anfänge in der Musik erzählen?

Ich hatte immer einen engen Bezug zur Musik. Ich nahm Stücke aus dem Radio, die mir gefielen, auf Kassette auf. Mit dem verschulten theoretischen Ansatz konnte ich dagegen nie etwas anfangen. Das war für mich weder bereichernd noch körperlich befriedigend. Ich musste erst jemanden treffen, der mir ein Gefühl der Freiheit gibt und mich antrieb meine eigene Musik zu machen.

Du erwähnst häufig die Beziehung zwischen deiner Musik und der Region in Frankreich aus der du kommst. Warum sind die Ardennes so wichtig für dich?

Die Ardennes sind einfach der Ort, an dem ich angefangen habe Musik zu machen. Ich glaube es liegt auch daran, dass die Leute, die ich treffe, mich darauf ansprechen. Aber ich liebe es. Die Ardennes sind wie ein Ort aus ein anderen Zeit. Heute schreibe ich meine Musik anderswo, aber ich vergesse nicht, woher ich komme und was mich dort berührt hat.

Dein Stil ist eine Mischung von New Wave und populärer französischer Musik. Woher kommen deine Einflüsse?

Ich denke, dass ich diesen populären Stil unbewusst seit meiner Kindheit in mich aufgesaugt habe. In meiner Jugend habe ich bewusst versucht mich musikalisch zu emanzipieren und fühlte mich eher zu raueren und tiefgründigeren Genres wie Techno und Metal angezogen. Die New Wave hat eine gewisse melancholische Energie, die dies alles für mich in meinem Herzen verbindet und die mich treibt, seitdem ich zum Tanzen ausgehen konnte.

Du hast jetzt eine Band. Wie funktioniert der Schaffensprozess mit mehreren Personen für dich ?

Ich mache im Grunde alle Arrangements auf meinem Computer. Wenn ich die Songs also live mit meinen Freunden spiele, ist es als ob die Maschinen zum Leben erwachen. Die Technischen Möglichkeiten und Zwänge führen dazu, dass wir Musik ganz neu begreifen. Das wird auch weiter entwickeln. Uns gefällt es kreativ zu sein. Das ist der beste Teil des Spiels!

Fishbach wird beim Pop-Kultur Festival im Rahmen eines “Commissioned Work” für diesen Auftritt eigens entworfene Kostüme von der ebenfalls französischen, jedoch in Berlin wohnhaften Modedesignerin Odély Teboul tragen. Es handelt sich um den ersten Auftritt in Deutschland mit ihrer Band und den Liedern ihres Debütalbums.


www.chic-schnack.org/news/pop-kultur-festival-2017
www.facebook.com/FFishbach